Blog

 
Posted by bos in Games

Big Orc is watching you

Die NSA ist überall. Klar, wissen wir alle, haut uns nicht mehr von den Socken. Ist irgendwie scheisse wie wir alle überwacht werden aber was kann man machen? Einige glauben ja sogar wirklich, dass das alles unserem Schutz dient. Bitte, dann erklärt mir diese Schlagzeile: Geheimdienste spionierten Online-Rollenspiele aus! Heute gesehen auf Zeit-online, die haben es vom Guardian, der New York Times und propublica.org. Sollte das also ein Scherz sein, sind schon seriösere Journalisten als ich keiner bin darauf hereingefallen. Ich hoffe trotzdem dass es ein Scherz ist.

Die Sache ist so absurd, dass es schwerfällt, überhaupt einen weiteren ernsthaften Gedanken an die Sache zu verschwenden (das könnte natürlich auch die Strategie sein, die hinter diesen ganzen Enthüllungen steckt). Dennoch scheint es, als hätten Agenten der NSA tatsächlich auf Kosten des Steuerzahlers gezockt Onlinespiele infiltriert um herauszufinden, ob dort Terroristen „Nachrichten und Geld austauschen“. Klar, wer weiß denn schon ob in der virtuellen Trollkneipe in Ogrimmar nicht schon mal waffenfähiges Plutonium an irgendwelche islamofaschistischen Tauren verkauft wurde? Sicherlich würde so ein Deal erst abgeschlossen werden können, wenn der Geschäftspartner sich als würdig erwiesen hätte. Daher haben sich die Orcs mit Schlapphüten wahrscheinlich allen möglichen Clans angeschlossen, in mühevoller Infiltrationsarbeit an stundenlangen Raids teilgenommen und damit das ganze auch wirklich authentisch rüberkam, hat man dann vom Geheimdienstbudget die zehntausend Dollar ausgegeben, um die Blauschwarze Superp@wnerrüstung aus dem kosmischen Drachenschlund zu haben. Terroristen vertrauen sich schließlich nicht jedem dahergelaufenen Level-1 noob an. Am Ende, so die SZ, hat man dann aber doch nichts rausgefunden. Wahrscheinlich hat Osama Bin Laden damals lieber Guild Wars gespielt.

Andererseits, angesichts dieser Fälle von Leuten, die mit gezogenen Messern durch die halbe Stadt laufen um Mitspieler zu ermorden, die sie bei irgendeinem online-deal gefoppt haben, kann man natürlich auch „Neptune’s Spear“ in einem ganz anderen Licht sehen. Was lernen wir daraus? Wenn wir President Obama Neptun’s Speer für 300 Goldtaler anbieten, sollten wir die Ware besser auch liefern können.

Letztlich ist das Ganze natürlich ein viel zu großer Aufwand. Um Terroristen zu finden, mit denen man „Geld austauschen“ kann, braucht man eigentlich nur ein Spiel von EA zu kaufen. So einfach ist das.

Post A Comment